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 ▶ Ein Beitrag vom 01.02.2015
Grippe 2015: Intensität der Grippelwelle nimmt leicht zu
Wie jedes Jahr stehen wir dem Problem der saisonal auftretenden Grippewelle gegenüber. Dabei kommt es zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Krankheitswelle – die aktuelle nimmt nun leicht an Intensität zu. Experten raten immer noch zu einer Schutzimpfung, da noch nicht abzusehen ist, wie sich die Ausbreitung der Grippeviren in den nächsten Wochen weiter entwickeln wird.

Laut den Meldedaten des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin waren die Krankheitsaktivitäten in den vergangenen Jahren selten so hoch wie in diesem Februar. Allerdings fällt die Grippewelle in diesem Jahr bisher immer noch schwächer aus, als die vor 2 Jahren.

Hinzu kommt ein “Problem” mit dem verwendeten Grippeimpfstoff. Dieser enthält in diesem Jahr zwar eine A(H3N2)-Komponente, diese ist jedoch nicht voll wirksam. Woran liegt das nun? Grippeviren unterliegen ständig genetischen Veränderungen, welche zu Veränderungen der Pathogenität, also der krankmachenden Eigenschaften der Viren, führen können. Es wird deshalb die Zusammensetzung des Impfstoffs jedes Jahr geprüft. Für gewöhnlich muss das im Grippeimpfstoff enthaltene Eiweiß mit dem Oberflächeneiweiß der im entsprechenden Jahr zirkulierenden Grippeviren übereinstimmen.

Nur dann ist eine adäquate Immunreaktion auf das Eindringen der Grippeviren zu erwarten. Durch die sogenannte Gendrift ist es nun jedoch offensichtlich zu einer Veränderung der Oberflächeneiweißzusammensetzung der zur Zeit zirkulierenden Grippeviren gekommen, sodass die Eiweiße im Impfstoff mit diesen nicht mehr vollständig übereinstimmen.

Diese kann zu einer verminderten Aktivität des Impfstoffs führen. Experten raten jedoch trotzdem zur Impfung, da ein geringer Schutz immer noch besser ist, als gar kein Schutz.

Quelle:
Deutsche Apotheker-Zeitung | www.brennpunkt-hygiene.de