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 ▶ Ein Beitrag vom 10.02.2015
Studie: Medikamentenresistenzen gefährden den Kampf gegen Malaria
Der Malaria-Erreger Plasmodium falciparum hat Resistenzen gegen das Medikament Artemisinin entwickelt. im Medizinjournal “The Lancet Infectious Diseases” weisen Wissenschaftler auf die Probleme in Kambodscha, Thailand und Vietnam, wo das Standardmedikament eingesetzt wird, hin. Die Ausbreitung des Erregers erstreckt sich in Südostasien bis an die indische Grenze heran. Eine Ausbreitung auf dem indischen Subkontinent hätte weitreichende weltweite Folgen.

Der Wissenschaftler Mallika Imwong und sein Team von der Mahidol University im thailändischen Bangkok hatten in den Jahren 2013 und 2014 Blutproben von 940 Malaria-Patienten aus Krankenhäusern in Burma, sowie den Grenzregionen in Thailand und Bangladesch untersucht. In 39 Prozent der Fälle waren die Erreger so mutiert, dass sie gegen Artemisinin unempfindlich waren. Bei Malaria-Patienten aus afrikanischen Ländern wurden allerdings bisher keine gegen Artemisinin resistente Erreger gefunden.

Möglicherweise gibt es ein ähnliches Problem auch in Südamerika, wo weitere unempfindlichen Varianten vermutet werden. Ein Nachweis steht allerdings bisher noch aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt auf Grund verschiedener Medikamentenunempfindlichkeiten schon seit einiger Zeit in der Malariabekämpfung Kombinationspräparate, dennoch bleibt Artemisinin weiter breitflächig in der Benutzung.

Weltweit sind mehrere Millionen Menschen von Malaria betroffen und es sterben jährlich rund 800.000 Menschen, vorwiegend Kinder unter fünf Jahren, an dieser Infektionskrankheit. Statistisch gesehen stirbt allein in Afrika etwa alle 30 Sekunden ein Kind an der Infektion.

Entsprechend hoch sind die Bemühungen, gegen die Malaria anzugehen. Die Präventionsmaßnahmen umfassen den Einsatz von Insektizide, aber auch einfache Mückennetze und bei der Impfstoffentwicklung gibt es erste Erfolge.

Wichtige Informationen:
Erster Malariaimpfstoff in den Startlöchern | wwww.brennpunkt-hygiene.de

Quelle:
www.brennpunkt-hygiene.de